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Freitag, 3. April 2009

Stellungnahme zum Umbau Klosterhof 2

Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren,

Ihnen Herr Schmidt herzlichen Dank für diese Tischvorlage. Inhaltlich sprechen  Sie mir aus dem Herzen.

Vorab erst einmal gebe ich Ihnen unsere Zustimmung zum geplanten Umbau des Gebäudes Klosterhof 2 zum Kommunalen Kino und zur Kleinkunstbühne. Wir stimmen der Vorlage zu.

Was aber hier momentan in Meinungsaussagen und Antragstellung abgeht, und das sage ich in aller Deutlichkeit, ist für mich nicht mehr nachvollziehbar und gelinde gesagt eine Ungeheuerlichkeit. Im Übrigen will ich heute Abend auch nicht über das Wahlprogramm der UL diskutieren, das wurde ja bereits in nicht angemessener Weise beim Bürgertreff verlesen.

Meine Damen und Herren, es wurde ein klarer Beschluss gefasst zur Umsetzung der Baumaßnahmen für das Kommunale Kino in diesem Gebäude. Auf dieser Basis hat Architekt Zimmermann Pläne erstellt und Kosten ermittelt. Diese Arbeiten kosten Geld, die wir bei einem Ausstieg aus den Planungen auf alle Fälle zu bezahlen haben.

Wenn heute über einen  Antrag der UL abgestimmt werden soll, der in sich so was von unstimmig ist, keine  Kostenalternative, nur pauschales Behaupten. Der Vorschlag, das Kino in die alte Post zu integrieren ist aus meiner Sicht der größte Unsinn schlecht hin. Man muss nur einmal den Platzbedarf eines Kinos von der Grundfläche her mit der Größe von der Alten Post vergleichen, dann weiß man  doch schon, dass das so nicht gehen kann. Oder wollen Sie die Alte Post doch abreißen, liebe Kollegen der UL, dann sagen Sie das auch so.

Allein wegen der notwendigen Höhe muss ein Ausbau über zwei Stockwerke erfolgen, was bleibt dann noch?

Eine Kostenaufstellung dieser Umbauarbeiten haben Sie nicht vorgelegt. Und gerade im Hinblick auf die Wünsche der Bevölkerung, was mit der Alten Post alles passieren soll, muss man gut überlegt an eine Verwendung der Alten Post und das gesamte Areal herangehen. Und für den Umbau der Alten Post gibt es aus unserer Sicht überhaupt keinen Zeitdruck, für das Kino schon.

Das alles ist aber Inhalt eines Ablaufplanes „Sanierungsgebiet Postgassenareal“

Hierzu gibt es auch einen GR-Beschluss, dem auch die UL  zugestimmt hat.

Der erste Schritt hierzu ist bereits getan, eine Auswertung der ersten Bürgerbefragung wird uns in den nächsten Wochen beschäftigen.

Ein weiterer Vorschlag bis zur Lösung der Umbauarbeiten dem Kinoverein eine Alternative in der Festhalle anzubieten, verbietet sich schon von der Technik her.

Der Projektor ist kein Gerät, dass man nur mal eben so unter den Arm klemmt und von den Lärmbelästigungen bei den Vorführungen ganz zu schweigen, wenn der Projektor im gleichen Raum steht.  Aber diese Details sind ja in der Vorlage bereits beschrieben

Ich weiß, ich wiederhole mich, da ich das schon mehrfach hier in diesem Kreis gesagt habe, aber Ich frage mich schon, wann endlich auch die Letzten hier im Gremium verstanden haben, dass  wir im Zusammenhang mit Kino und Kleinkunstbühne nicht über eine Vereinsförderung sprechen, sondern um eine Einrichtung für die Murrhardter Bevölkerung, für Junge und Alte.

Und wir müssen endlich verstehen, dass wir dankbar sein müssen, dass immer noch junge Menschen bereit sind, ihre freie Zeit für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Ich glaube, das nennt man Bürgerschaftliches Engagement.

Wir von der MDAL – Fraktion jedenfalls haben große Hochachtung vor diesen jungen Menschen und freuen uns, dass sie bis heute bei der Stange geblieben sind.

So wie mit diesem Verein umgegangen wird, hätte ich schon lange den Bättel hingeschmissen.

Kein anderer Verein würde sich das so gefallen lassen. Ich möchte Frau Hirzel mal hören, wenn sich jemand in so einer Form gegen den TV Murrhardt aussprechen würde.  -  Nein, ich möchte es lieber nicht hören.

Sind wir doch mal ehrlich, was bekommt den der Kinoverein, nicht mal eine fertige Unterkunft, die müssen sie noch selber ausbauen.

Nachdem sich ein Ausschuss mit den geplanten Baukosten beschäftigt hat und auch Lösungsvorschläge erarbeitet hat, die nach heutigem Stand in der Summe der Gesamtkosten zu Einsparungen von rd. 66.000 € geführt hat, ohne dass eine Beteiligung am Umbau durch den Kinoverein mit eingerechnet ist -  hier könne also auch eingespart werden -  schätze ich einen Betrag von rd. 400.000 €, der für die Stadt übrig bleibt. Und das meine Damen und Herren, ist der Betrag über den wir uns unterhalten müssen.

Wir von der MDAL - Fraktion sind der Meinung, dass es an der Zeit ist, diese unsägliche und unsachliche Diskussion zu beenden und endlich an die Umsetzung der geplanten und beschlossenen Umbaumaßnahmen zu gehen.

Lassen wir uns nicht von den ewig Gestrigen verleiten, denn dann ist in Murrhardt wirklich bald tote Hose. Unser Klosterhof und das Städtle werden durch diese Maßnahme ganz sicher aufgewertet, das Geld ist nachhaltig angelegt.

Ludwig Franke

stellvertr. Fraktionsvorsitzender


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